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Präambel und Satzung von
Gemeindeleitung in Gemeinschaft
-genehmigt durch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff-
Präambel
In der Tradition der Kirche stehen Amt und Charisma - die jedem Einzelnen von Gott anders geschenkte, oft alltägliche Begabung zum Aufbau christlicher Gemeinde sowie zum christlichen Dienst in der Welt - der Glieder des Gottesvolkes gleichrangig nebeneinander und durchdringen einander. Die Hauptpfarre in Mönchengladbach als Gemeinschaft von Christen um Pfarrkirche und Münster hat schon seit einer Reihe von Jahren mit solchen Charismen ihrer Mitglieder gute Erfahrungen gemacht. Nachdem die Gemeinde so das Prinzip der Delegation von Verantwortung erfolgreich erproben konnte, sollen jetzt in Obereinstimmung mit den Beschlüssen des Aachener Bistumstages 1996 die Laien durch ein Modell von "Gemeindeleitung in Gemeinschaft" auch offiziell an der Leitung der Gemeinde beteiligt werden. Dabei möchte die Gemeinde gern mit anderen Gemeinden der Gemeinschaft von Gemeinden "Mönchengladbach - Stadtmitte", des Dekanates und der Region Mönchengladbach im Bistum Aachen zusammenarbeiten. Die gewachsene Kultur unseres Miteinanders soll unser Modell prägen.
- Unsere Gemeinde will ein Ort sein, an dem Glaube und Leben miteinander verbunden sind. Sie will um das Verständnis der christlichen Botschaft ringen, sie mit einfachen Worten verkünden und sie in der alltäglichen Praxis verwirklichen. Für "Querdenker" und der Politik sowie der Ökumene Verbundene will sie ein Forum sein. Den Kern des Evangeliums, die Liebe Gottes zu den Menschen, will sie in vielfältigen Diensten Vieler verwirklichen.
- Die Gemeinde will in vielfacher Form die Hoffnung befördern, indem sie mit großer Toleranz einen Jeden in seiner Art bejaht. Sie sieht alle Menschen als gleichwertig an. Gerade deshalb gilt ihre besondere Aufmerksamkeit den jungen und den alten Menschen, den Menschen in geistiger und materieller Not und den in sonstiger Weise "am Rande Stehenden". Allen, die Geborgenheit für Leib und Seele suchen, will sie Zuflucht anbieten. Sie will die Jahrzehnte alte soziale Tradition der Stadt- und Pfarrgemeinde in Partnerschaft mit der "Stiftung Volksverein" fortentwickeln. Durch weiter- reichende Partizipation sowie Delegation, durch Teamarbeit, Mitsprache der Engagierten und fairen Umgang miteinander will sie Hoffnung als
Frucht von Vertrauen und Verantwortung wachsen lassen.
- Die Gemeinde versucht, die vorgelebte Liebe Christi zu Gott und den Menschen in unserer Zeit nachzuleben. In Ehrfurcht vor Mensch und Schöpfung strebt sie nach einem geschwister- lichen, friedvollen und gerechten Miteinander, in dem sich Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft immer neu bewähren müssen. Ihr ganzes Leben ist deshalb von einer diakonischen Pastoral bestimmt: Verkündigung, Liturgie, Caritas und Mit- gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse als Dienst am Glück der Menschen auf der Grundlage des Evangeliums. Der Pfarrer der Gemeinde versteht sich als Diener der Einheit, als Gleicher unter Gleichen.
Dieses Gemeindeleben in der Hauptpfarre ist zum einen vor dem Hintergrund ihres Standortes als Innenstadtpfarrei und Sitz der Münsterkirche, zum anderen unter Berücksichtigung der Tatsache zu sehen, daß sie Heimat vieler in- und ausländischer Menschen aus allen Teilen der Stadt und der Region geworden ist. Deshalb hat die Gemeinde besondere Verpflichtungen, Herausforderungen und Chancen. Sie will die Lebensformen und die Kulturen der in ihr lebenden oder der sich ihr zugehörig fehlenden Menschen aufnehmen. In einem "Lebendigen Münster" und in der City-Pastoral will sie alle Christen der Region ansprechen.
Dies vorausgeschickt wird folgende Regelung für die "Gemeindeleitung in Gemeinschaft" in der Hauptpfarre getroffen-. ....
Den kompletten Satzungstext fordern Sie bitte im Pfarrbüro an.
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